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Kontaktfreie Ortssäuberung in Marienfeld – das geht!

In einer kleinen Kiste lagen Müllsäcke und Karten der Bezirke am Bürgerhaus aus. Nach nur zwei Tagen waren alle Bezirke vergeben.

Hannes Bartsch und Ferdinand Kiffmeyer sind schon seit längerem unterwegs und sammeln Müll in der Remse.

Seit nunmehr einem Jahr steht das Vereinsleben komplett still. Noch im Februar diesen Jahres war aus dem Rathaus zunächst zu hören, dass man sich 2021 keine Ortssäuberung vorstellen könne. Der Heimatverein Marienfeld hat am vergangenen Wochenende jedoch das Gegenteil bewiesen. Seit Ostern lagen am Bürgerhaus Müllsäcke und Karten mit 26 Sammelbezirken aus, die schon nach zwei Tagen vergriffen waren. Familien oder auch zweier Teams machten sich von Donnerstag bis Sonntag auf den Weg, um den angefallenen Unrat in den Grünflächen aufzusammeln und in Müllsäcke zu stopfen. Etliche waren auch ohne „festen Bezirk“ unterwegs, um ihren Teil beitragen zu können. Günstig war der Termin in der zweiten Ferienwoche, sodass sich erfreulich viele Kinder und Jugendliche mit Ihren Eltern auf den Weg gemacht haben. Hannes Bartsch und Ferdinand Kiffmeyer (Foto) sind sogar schon seit einigen Wochen unterwegs und haben immer mal wieder Teile der Remse sauber gemacht.

Die Stadtverwaltung stellte selbstverständlich wieder einen Container am Bürgerhaus zur Verfügung, damit der Unrat fachgerecht entsorgt werden kann. An den Abenden haben der Ortsheimpfleger Hugo Brickenkamp und der Vorstand des Heimatvereins noch die Säcke eingesammelt, die in den Bushaltestellen abgestellt wurden, was sich insbesondere in den Außenbezirken bewährt hat. Kurzfristig hat sich auch der „Eisdieler“ Sascha Sauermann entschieden, jedem Helfer eine Kugel Eis zu spendieren.

Herzlichen Dank an alle Helfer der kontaktfreien Ortssäuberung, die über die sozialen Medien auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl hatten. Die Ortssäuberung findet in Marienfeld seit 1969 statt. Schade ist nur, dass sie auch seit über 50 Jahren noch notwendig ist.