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Donnerstag, 12. Februar 2015 Alter: 4 Jahre

So kann der restaurierte Hansmeier-Hof als Bürgerhaus aussehen

Heiner Bessmann möchte Marienfeldern ein Bürgerhaus schenken

Lange ist es ruhig gewesen um das Bürgerhaus in Marienfeld. Doch jetzt scheint das Projekt wieder an Fahrt zu gewinnen. Zur Erinnerung: im November 2013 hat der Heimatverein den Antrag auf einen Neubau am Parkplatz Klosterstraße gestellt. Die Politik hat den Antrag vertagt, da sich ein "möglicherweise geeignetes Objekt" ankündigte. Gemeint war der Marienfelder Hof, der für ein Bürgerhaus jedoch völlig ungeeignet ist. Somit ist auch keine Entscheidung mehr zu unserem Antrag gefallen.

Durch die Berichterstattung der Presse ist der ortsbekannte Modeunternehmer Heiner Bessmann auf das Bürgerhaus-Dilemma aufgenommen und hat Kontakt zum Heimatverein aufgenommen. Er fand die Idee toll, in der Nähe zum ehemaligen Kloster das Bürgerhaus zu errichten. Seiner Meinung nach sollte es jedoch kein Neubau sondern ein schönes Fachwerkhaus sein. Er habe noch ein Fachwerkhaus liegen und würde es gerne dem Verein zur Nutzung als Bürgerhaus kostenlos überlassen.

In etlichen Gesprächen mit der Familie Heiner Bessmann, der Stadtverwaltung und dem Architekten Norbert Ströer hat der Heimatverein ein Nutzungskonzept für das Fachwerkhaus "Hansmeier" aus Lintel erarbeitet und das jetzt dem Stadtrat zur Entscheidung vorgliegt. Das Konzept sieht den Bau südlich des Parkplatzes an der Klosterstraße vor und nimmt damit Bezug auf den Antrag von 2013. Das Fachwerkhaus hat eine Grundfläche von ca. 360m² und ist mit der "Guten Stube" auf dem Bessmanngelände vergleichbar. Die Einrichtung des Bürgerhauses erfolgt eingeschossig, das Dachgeschoss muss aus statischen Gründen leer bleiben. Das große Deelentor soll zur Klosterstraße stehen. Dort befindet sich auch der größte geplante Veranstaltungsraum mit etwa 135m². Daran schließen sich die Sanitäranlagen und Küchen an. In Richtung Lutter gibt es noch zwei weitere Veranstaltungsräume, die unabhängig voneinander genutzt werden können.

Heiner Bessmann stellt das Fachwerkhaus mit Dach auf. Die Heimatverein ist dann für den Innenausbau zuständig. Auch daran will sich Bessmann mit einer Summe von 100.000 Euro beteiligen, so dass ein städtischer Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro ausreicht.

Um die Schenkung durch Bessmann zu ermöglichen, wird ein Trägerverein gegründet werden müssen, da der Heimatverein nicht als gemeinnützig anerkannt ist und deshalb keine Spenden annehmen kann. Der Trägerverein wird für alle Aufgaben rund um das Bürgerhaus zuständig sein: von der Bauausführung bis zur Bewirtschaftung.

In einem ersten Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates war herauszuhören, dass man ein positives Bauchgefühl habe. Die Maßgaben des Rates (Nutzfläche/Kostenrahmen) seien eingehalten, Fachwerk habe Charme und passe zu Marienfeld. Ein Vertreter ließ verlauten "das ist das beste Konzept, was Sie uns je präsentiert haben".

Bleibt jetzt abzuwarten, wie sich der Stadtrat zu diesem Vorschlag positioniert. In der nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag kann es selbstverständlich noch nicht behandelt werden. Aber der Zeitplan des Heimatvereins sieht eh eine Umsetzung in 2015/2016 vor. So können in diesem Jahr die Baugenehmigung eingeholt und Bessmann mit dem Aufbau des Fachwerks beginnen. Erst 2016 wird dann der Zuschuss der Stadt benötigt, um den Innenausbau vorzunehmen.