Kalender

Wenn am späten Sonntagmorgen der Wecker klingelt, das Brummen im Kopf wieder Erinnerungen an das letzte Bier hochkommen lässt, wird es allerhöchste Eisenbahn, aufzustehen.

- Stockbinden - Wenn doch das Stockbinden nicht immer am frühen Sonntagmorgen stattfinden müsste. Auf geht's mit Bruder Rainer zu Muttern in den Diekort. Dort wird nach schönen Eichenlaub Ausschau gehalten. Kopf hoch in die Sonne, mit blinzelnden Augen werden die äste sondiert. Nur das schönste Eichenlaub wird abgeschnitten (sofert nicht alles an diesem Morgen schön erscheint.) In Mutters kleinen Werkstatt werden diese in akribischer Handarbeit zu beachtlichen Stöcken gebunden. Aufrämen, ausfegen, entsorgen der überbleibsel auf dem Kompost sind zusätzliche Dinge, die einem nicht gerade leicht fallen. Anschließend wird nochmals in Mutters guter Küche zu Mittag gespeist, um eine solide Grundlage für die nachmittägigen Aktionen zu legen. 12.30 Uhr, es wird allerhöchste Zeit, die Sachen zu packen. Kurz noch einmal zuhause vorbeifahren und den Schützenhut mitnehmen. Der Schützenhut, wo ist denn bloß wieder der Hut im letzten Jahr geblieben?

Um 13.00 Uhr ist Treffen bei Tante Änne angesagt. Dort treffen sich seit Jahren einige Unentwegte, um sich auf das Schützenfest vorzubereiten. Das erste Bier wird mit sorgenvoller Miene beägt und probiert, aber schließlich werden wir auch damit fertig. Somit sind wir auch in diesem Jahr wieder gut auf's Schützenfest vorbereitet, denn schließlich sind aus Tante Änne's Küche einige spätere Könige marschiert...

Jürgen Lohde