Kalender

Beim diesjährigen Heimat- und Schützenfest gibt es insgesamt fünf Schießwettbewerbe. In zeitlicher Reihenfolge sind dies die Schießwettbewerbe um die Würde des Jugendkönigs, des Jungschützenkönigs, des Schützenkönigs, des Hampelmannkönigs und des Bierkönigs.

Bei allen Wettbewerben sind Frauen und Männer gleichberechtigt an der Vogelstange. Die Termine der Schießwettbewerbe sowie der Krönungen entnehmen Sie bitte dem Programm zum Heimat- und Schützenfest in der Mitte unseres "Outraupers". Ein paar Dinge gilt es jedoch zu berücksichtigen.

Seit 1982 schießen die 12- bis 16-jährigen Kinder unserer Vereinsmitglieder den Jugendkönig aus.
Um am Schießwettbewerb teilnehmen zu können, ist eine Schießkarte erforderlich, die an die Eltern mit den jährlichen Mitgliedskarten verteilt wird. Geschossen wird mit dem Luftgewehr zunächst auf die Insignien (/Krone, Apfel und Zepter) und dann auf den Holzvogel. Den ersten Schuss macht der amtierende Jugendkönig. Der Jugendthron besteht neben dem Königspaar aus max. vier weiteren Thronpaaren und wird von Mitgliedern der AG Jugend betreut. Im Laufe des Jahres gibt es keinerlei Verpflichtungen.

Neu ist das Schießen um die Jungschützenkönigswürde. Teilnehmen können alle Vereinsmitglieder von 16-25 Jahre, die Mitgliedskarte ist vorzulegen. Geschossen wird hier mit Kleinkaliber, ebenfalls auf einen Holzvogel. Die neue Throngesellschaft besteht aus dem Königspaar und zwei weiteren Paaren und wird von den Offizieren betreut.

Seit der Gründung des Heimatvereins Marienfeld im Jahre 1950 findet der Schießwettbewerb um die Königswürde statt. In diesem Jahr könnten Sie also der 60ste Würdenträger sein, bisher gibt es vier Königinnen, vier Kaiser und 51 Könige als Regenten. Mitschießen können alle Vereinsmitglieder ab dem 21. Lebensjahr, die mindestens ein Jahr Mitglied im Verein sind. Neben der Vorlage der Mitgliedskarte müssen auf Verlangen der Schießwarte oder des Vorstandes mindestens vier weitere Thronpaare namentlich benannt werden können. Dem Thron können neben dem Königspaar maximal sechs weitere Paare angehören. Die Betreuung der Throngesellschaft obliegt seit vielen Jahren dem Thronoffizier Rudi Arnold. An der Vogelstange sind Auszüge aus der Geschäftsordnung zum "König sein im Heimatverein Marienfeld" nachzulesen. Weitere Informationen zum Königssold und zu den Verpflichtungen im Laufe des Jahres erhalten Sie beim Vorstand und sicherlich bei allen ehemaligen Königspaaren und Throngesellschaften.

Ebenfalls seit 1950 wird auf den Hampelmann geschossen. Im Vorfeld des Wettbewerbs verkauft die Ehrengarde Lose an Vereinsmitglieder ab 16 Jahre zum Preis von 1,00 Euro. Geschossen wird dann in der Reihenfolge der gezogenen Losnummern. Dem Sieger winkt neben dem beliebten Hampelmannorden ein Preisgeld von 50,00 Euro.

Zum Abschluss des Heimat und Schützenfestes wird seit 1994 der Bierkönig ausgeschossen. Mitschießen können alle Vereinsmitglieder ab 16 Jahre. Pro Schuss kassieren die Sportschützen 0,50 Euro. Wer Krone und Zapfhahn abschießt wird mit Biermarken belohnt. Dem Sieger winken 30 Liter Bier in Form von Biermarken und ein Orden.

Verantwortlich für die Organisation und Durchführung der einzelnene Schießwettbewerbe sind neben der Ehrengarde, die Jungschützen und die Sportschützen. Verantwortlicher Schießwart ist Clemens Deitermann. Die Vögel der Hampelmann und das Bierfass werden von den Ehrengardisten Wilhelm Rövekamp und Sascha Brickenkamp gebaut.

Zum Schluss noch ein paar Anmerkungen und Fragen. Erwählt eine Schützenkönigin zum Beispiel ihren Mann zum Mitregenten, spricht man vom Prinzgemal andernfalls vom Prinzregenten. Wenn jemand der schon König und Kaiser gewesen ist ein drittes Mal den Vogel abschießt wird er Scheich, Sultan, Kaiserkönig ... genannt??? Probieren Sie es aus, damit wir es endlich wissen. Wenn jemand die Krone abgeschossen hat und sich später kein König findet, wird er König ... ??? Wird allgemein gesagt, eine Regelung dazu gibt es aber Gott sei dank nicht. Wenn keiner mehr schießt oder es schon dunkel wird, dann ist der Vorstand dran ... ??? Diese Frage möchte ich hier unbeantwortet lassen.

Ludwig Deitermann