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Teil 8 - Einzüge, Paraden und Gedenken

Im Verlauf des Heimat- und Schützenfestes gibt es zahlreiche Einzüge, Paraden und Gedenken. Ich möchte hier versuchen, diese ein bisschen näher zu erläutern.

Der Heimatverein Marienfeld ist ein christlich geprägter Verein und so versteht es sich von selbst, dass bereits zu Beginn des Heimat- und Schützenfestes nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche ein Kranz niedergelegt und einen Augenblick in Stille verharrt wird.

Einer der Höhepunkte des Festes ist das Gefallenenengedenken am Ehrenmal, auch hier wird, nach der Gedenkansprache, ein Kranz niedergelegt. Dazu ertönt vom Blasorchester das Lied "Ich hatt' einen Kameraden", anschließend unser Nationalhymne. Ein Augenblick, um inne zu halten im fröhlichen Schützenfesttreiben.

Wenn am Schützenfestsonntag der Festakt auf dem Klosterhof stattfindet, beginnt dieser mit der sogenannten Fahnenparade. Die Fahnen- und Standartenabordnungen aller beteiligten Vereine ziehen zum Preußischen Präsentiermarsch auf dem Klosterhof auf und reihen sich entsprechend in den Umzug ein. Anschließend folgt die Königsparade. Der amtierende Schützenkönig schreitet, gefolgt von seiner Königin und dem Throngefolge, an den aufgestellten Schützen vobei und nimmt die Parade ab.

Im Rahmen des Festumzuges marschieren dann später die Schützen an den Majestäten und den Throngesellschaften vorbei, der sogenannte Vorbeimarsch. Meistens in einer besonderen Form des Gleichschrittes, dem sogenannten Stechschritt, dazu wird der Petersburger Marsch gespielt. Besonders der Vorbeimarsch am Sonntagabend, zu Ehren des neuen Königs, sorgt bei den Zuschauern durchaus für Erheiterung. Man sieht also, Disziplin muss sein, aber auch mit einem gewissen Augenzwinkern.

Der Vollständigkeit halber sei hier auch noch die sogenannte Vogelparade erwähnt, bei der der Schützenadler am Schießstand hochgezogen wird, damit der Schießwettbewerb um die Königswürde beginnen kann.

Zu guter Letzt auch noch die Redewendung "Jemandem in die Parade fahren". Wer kennt das nicht, eigentlich möchte man schon längst nach Hause, aber da hat noch jemand ein Bier mitbestellt (aus der Fechtsprache abgeleitet, sinngemäß Pläne durchkreuzen oder abblocken).

Ludwig Deitermann